Längsquerung Schwimmrichtung

Längsquerung Schwimmrichtung

Meistens, nach einer Längsquerung, wenn auch wieder die Strömungsverhältnisse zur Diskussion stehen, kommt die Frage: „Warum wird eigentlich immer in Bodman gestartet und nach Bregenz geschwommen, da ist es doch klar, dass man gegen die Strömung des Rheins schwimmt, der ja bei Lindau in den Bodensee fließt und hinter Konstanz diesen wieder verlässt?“

Diese Frage wollen wir heute einmal öffentlich beantworten.

Zuerst einmal wollen wir anhand des angehängten Bildes klar machen, dass die Strömungen im Bodensee keineswegs nur durch den zufließenden Rhein allein bestimmt werden, wie landläufig und teilweise falsch, angenommen wird. Der Rhein, wenn man es tatsächlich mathematisch belegen wollte, bräuchte von der Mündung, bis zum Abfluss aus dem Bodensee ca. 30 Tage. D.h. wir hätten umgerechnet eine Fließgeschwindigkeit von ca. 2,3 km pro Tag. Demzufolge nicht einmal 100 m pro Stunde. Also, wenn man unterstellt, dass er von unten nach oben durch fließen würde. Tut er aber nicht! 😉 Er fließt ca. 3 km südwestlich von Lindau gesehen in den Bodensee. Dort fällt er unmittelbar nach dem Zufluss, auch „Rheinbrech“ genannt, in eine Tiefe von ca. 80 m ab. Auch ein Grund dafür, dass man die kalten Wassermassen schon wenige 100 m von dieser Stelle kaum mehr spürt. Dort verteilt sich das Wasser und lässt den Seepegel quasi ansteigen. Bei Stein am Rhein fließt diese Menge, inkl. aller weiteren Zuflüsse, die rund um den Bodensee darin münden, wieder ab. Somit bleibt der Pegel des Sees im Großen und Ganzen stabil. Selbstverständlich verursacht jedoch jeder Zufluss im Bodensee eine entsprechende Wasserdynamik, die jedoch kaum berechenbar ist, was die Kalkulation für Schwimmer*innen nahezu gleich Null setzt. Denn anders, wie ein Motorboot, das diese Strömungen kaum merklich belastet, kann es für einen Schwimmer sowohl Freud, als auch Leid bedeuten. Doch eine direkte Antwort ist es noch nicht, warum von Bodman aus gestartet und nach Bregenz geschwommen wird, es scheint hier eher die Wahl des Startortes „neutral“ zu schalten.

Deshalb nehmen wir jetzt noch die Windrichtung mit in die Betrachtung, die am Bodensee vorherrschend aus dem Westen kommt! Kumuliert sind das sogar ganze 11 Monate im Jahr! Noch Fragen? 😉 Hätte man auch kürzer machen können, denn der Wind ist für Schwimmer*innen ein wichtiges Kriterium für die Schwimmrichtung. Er beeinflusst die Oberflächenströmungen mit großem Anteil.

Somit ist jetzt die Frage beantwortet, warum bislang immer in Bodman der Start erfolgte und in Richtung Bregenz geschwommen wurde.

Bei den Betrachtungen möchten wir anmerken, dass keine Bodenseequerung® der anderen gleicht. Wir befinden uns in der Natur. Die lässt sich weder fix berechnen, noch durch Statistiken der Vergangenheit absolut sicher kalkulieren.  Der Bodensee ist wunderschön, friedlich, still, sonnig, warm, blau, grün, beruhigend, tief, rau, kalt, wellig, stürmisch, gewittrig, bewölkt, furchteinflößend, schwarz, weiß, unberechenbar. Er ist das Leben und der Tod. Wir lieben ihn und er liebt uns, in allen Facetten. Aus diesem Grund ist die Längsquerung des Bodensees, eines der längsten und härtesten Langstreckenschwimmen der Welt!

Viele Fragen und auch die Strömungsfilme, Wassertemperaturen usw. sind auch auf unserer Webseite zu finden: https://www.bodenseequerung.de

Habt Ihr sonst noch interessante Fragen auf Lager? Dann ab damit in die Kommentare!

Bodenseequerung – Nothing for Swimps!

Danke an unsere Partner:

MadWaveRESTUBEWoW – World of Wonders ArtExtremschwimmerAqua-CampsRINGANA

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