Conny Prasser

Conny Prasser

Conny Prasser ist am 26. Juni 2021 zu einer Längsquerung gestartet. Das Begleitboot wurde vom Skipper Oliver Halder und seinem Co-Skipper Thomas Gilbert von der Bodenseequerung® gesteuert. Zur Betreuung von Conny, war ihr Mann, Tobias Hänsel und ihr Betreuer Björn Hauptmannl, sowie Conny Hauser und Bernd Achtnich, die vorwiegend die temporäre Begleitung im Kajak sicherstellten, dabei. Für die technische Unterstützung und Dokumentation, zeichnete Carina Halder von der Bodenseequerung® verantwortlich. Die Gesamtkoordination und Überwachung wurde durch Oliver Halder von der Bodenseequerung® gewährleistet.

Conny startete um 7:30 Uhr in Bodman. Vom Start an war das Kajak an ihrer Seite und verpflegte Conny im halbstündigen Rhytmus mit Drinks, Riegeln, Jellys und Gels. Der Verpflegungsrhytmus wurde halbstündig über das gesamte Schwimmen eingehalten. Das Kajak war immer temporär im Wasser. Während der Ruhepausen der Kajak-Besatzung, wurde die Verpflegung dann vom Hauptbegleitboot aus, durch Tobias und Björn angereicht. Die Wassertemperatur am Start betrug 16,1° C. (kältester Wert), bei einer Lufttemperatur von 23,8° C. Im Verlauf des Schwimmens hatten wir in der Spitze 29,3° C. in der Luft und 22,3° C. im Wasser. Das Schwimmen verlief vom Start an sehr gut und Conny kam problemlos und wesentlich schneller als prognostiziert, voran. Erst gegen Ende des Überlinger Sees musste sie gegen eine überschaubare Gegenströmung einen kleinen Teil des Zeitguthabens wieder abgeben. Die Fährlinie Meersburg – Konstanz passierten wir gegen 16 Uhr. Im weiteren Verlauf konnte Conny ihre Geschwindigkeit wieder anpassen, da die Gegenströmung ab Meersburg nicht mehr vorhanden war. Gegen 18:45 Uhr ereignete sich auf Höhe von Hagnau/Immenstaad, am Begleitboot ein irreparabler Motorschaden. Nach kurzer Besprechung wurde der weitere Verlauf entschieden. Das zweite Begleitboot übernahm die Begleitung und das erste Begleitboot wurde an Land geschleppt und fest gemacht. Ab diesem Zeitpunkt übernahmen dann die Skipper des neuen Begleitbootes die Navigation und die Fahrt. Das neue Begleitboot und die eingeschlagene Route durch das Kajak verursachten dann eine leichte Abweichung von der Ideallinie. Geschuldet wurde das vor allem, dem Steuerbordtriebwerk, welches am neuen Begleitboot nicht funktionsfähig war. Demzufolge schiebt nur das Backbordtriebwerk und selbst mit Gegenlenken ist ein “Rechtsdrall” nicht zu vermeiden. Somit musste hier auch immer wieder korrigiert werden, was unnötige Distanz erforderte. Zudem kam dann im Verlauf der Nacht auch immer stärkerer Wind auf, der das Begleitboot zusätzlich schwer navigierbar machte. Dennoch konnte eine akzeptable Route gefahren werden, die gegen Ende der Querung mutmaßlich 3 bis 4 km in Summe an Mehrleistung ausgemacht hätte. Dies ist jedoch durchaus normal und auch durch die nahezu perfekte Fahrt und Route vor dem Maschinenausfall des ersten Begleitbootes kompensiert. Gegen 2:50 Uhr fiel dann auch das Backbordtriebwerk aus und die Begleitung musste im Rückwärtsgang erfolgen. Dies war dann nur noch in Kombination mit dem Kajak möglich, welches ebenfalls in diesem Zeitraum einen Defekt in der Lenkung meldete. Dieser konnte aber notdürftig repariert werden, was dann ein weiterschwimmen ermöglichte. Um 3:13 Uhr äußerte Conny zum ersten mal, dass sie über einen Abbruch nachdenkt. Sie fühle sich kraftlos und der Arm schmerzt. Nach mehreren Motivationsgesprächen beendete Conny auf eigenen Wunsch ihr Schwimmen um 4:57 Uhr und berührte nach einer Zeit von 21 Stunden 27 Minuten und 2 Sekunden das Begleitboot. Worauf hin sie an Bord des Bootes in Empfang genommen und versorgt wurde. Genau 47,030 km hatte sie bis zu diesem Zeitpunkt bereits zurückgelegt.

Eine großartige Leistung, auch wenn diese leider nicht mit einem Finish der Längsquerung abgeschlossen werden konnte. Für die erbrachte Leistung, sprechen wir unsere Anerkennung aus.

Bodenseequerung® – Nothing for Swimps!

Bilder der Längsquerung sind in unserer Facebookgalerie von Conny Prasser zu finden.

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