2017

2017

Breitenquerungen 2017


Die erste Breitenquerung 2017 wurde gleich doppelt geschwommen. Conny Prasser ist nach Katie Blair (Benoit) die zweite Frau, die gleich mehrfach die Breitenquerung geschwommen ist. Sie schwamm von Friedrichshafen nach Romanshorn und mit knapp einminütiger Pause im Zwischenziel, wieder zurück. Nur eine Minute war sie langsamer, als Thomas Treutler, der bislang alleine die Liste der doppelten Querung füllte. Allerdings musste sie auf Grund besserer Bedingungen, auch 400 m weniger zurücklegen und benötigte für die 22,010 Kilometer lange Strecke 7:29;24 Stunden. Am 31.07.2017 folgte mit Breitenquerung Nummer 2 in dieser Saison, Michael Löchle. Bei guten Prognosen erfolgte der Start in Friedrichshafen. Nur eine Stunde später zog jedoch auf der schweizer Seite ein Gewitter auf und die Starkwindwarnung setzte Zeichen, dass es ungemütlich wird. Davon ließ sich jedoch Michael und das gesamte Team nicht beeindrucken und sie verließen sich auch die Erfahrungswerte der Crew. Das Durchhalten machte sich dann nach 5:26;15 Stunden und einer geschwommenen Distanz von 11,790 Kilometer bezahlt und er stand siegreich am romanshorner Ufer. Geringfügig weniger Distanz musste Sven Eckardt auf seiner Breitenquerung zurücklegen, die er am 07. August 2017 von Friedrichshafen nach Romanshorn in 5:33;16 Stunden erfolgreich beenden konnte. Als erster körperbehinderter Schwimmer mit einer Querschnittslähmung schreibt er damit Geschichte. Herzlichen Glückwunsch! Seine Breitenquerung aufgeben musste hingegen Daniel Loos, dessen Bedingungen zwar nahezu perfekt waren, er aber einen schweren Oberschenkelkrampf nicht mehr lockern konnte. Nach ca. 8 km und einer Zeit von 3:07 Stunden beendete er unter starken Schmerzen, mit dem Griff zum Rettungsring seine Querung und wurde mit vereinten Kräften auf das Begleitboot gezogen. Mit Guy Bertemes startete der erste Luxemburger Schwimmer eine Breitenquerung. Am 05. September 2017 stieg er in Romanshorn in einer Neopren-Hose ins Wasser, trotzte den teilweise höheren Wellen ohne Probleme, bis er nach 11,090 km nach 4:15 Stunden erfolgreich in Friedrichshafen den Strandabschnitt betrat. Ein krönender Saisonabschluss wurde vom Team Richter und der ersten High-Speed-Challenge geschwommen. Sarah und Till Richter, aus Gräfenberg bei Erlangen, powerten in einer Zeit von 2:38 Stunden durch den größten Deutschen See und führen mit einer dabei geschwommenen Distanz von 10,860 km die neu eröffnete Liste an. Bei perfekten Bedingungen war die Querung vollkommen problemlos und ein erfolgreiches Saisonende konnte so erreicht werden.


Bereits fünf Dreiländerquerungen in 2017 – sehr beliebt!


Die Saison 2017 ist erfolgreich gestartet. Mit dem Zieleinschwumm bei der Dreiländerquerung, die erstmals im Neoprenanzug vom erst 16-jährigen und somit jüngstem Dreiländerquerer, geschwommen wurde, sicherte sich Alard Schroeder aus Singapur, der für Deutschland an den Start ging, seinen Eintrag in die Finisher-Listen. Obwohl er zum Ende, wenige Meter vor dem Ziel mit sehr starken Muskelkrämpfen zu kämpfen hatte, rettete er ein erfogreiches Schwimmer ins Ziel. In der zweitschnellsten Zeit bislang, stand er nach 9:14 Stunden und einer zurückgelegten Distanz von 32,350 Kilometern, am Ziel in Bregenz. Starke Leistung! Ebenfalls aus Asien kam der bereits international erfahrene Prabhat Koli mit seinem Vater Raju an den Bodensee, um eine Dreiländerquerung zu schwimmen. Sein erstes Schwimmen in einem See wurde von ihm unterschätzt und der fehlende Auftrieb, der vom Salzwasser gewährleistet wird, fehlte ihm im Bodensee. Die Folge war, dass die linke Schulter relativ frühzeitig begann, stark zu schmerzen. Nach 16,4 km beendete er die Querung vorzeitig auf eigenen Wunsch. Die erste Teilstrecke von Lindau (D) nach Rorschach (CH), konnte er jedoch erfolgreich beenden. 5:11 Stunden benötigte er für diesen 15,2 km langen Teilabschnitt. Alles andere als gut, war die Wetterprognose für das Zeitfenster von Joseph Heß aus Chemnitz. Bereits das erste Fenster musste auf Grund schlechter Vorzeichen verschoben werden und auch der Ersatz-Slot zeigte sich nicht von seiner sicheren Seite. Dennoch wurde die Dreiländerquerung gestartet und trotz windig-welligem Start und einigen härteren Gegenströmungen konnte Joseph sein Schwimmen erfolgreich nach 12:59 Stunden und 33,579 Kilometern in Bregenz beenden. Nahezu perfekte Bedingungen erwischte Steffen Hartig bei seinem Schwimmen der Dreiländerquerung. In nur 10:02 Stunden konnte er diese nach 32,500 Kilometern erfolgreich beenden. Sein Neoprenanzug hinterließ dabei einige unangenehme Wundstellen und seine Schulter schmerzte zunehmens. Dennoch biss er auf die Zähne und finishte sein Rennen für den guten Zweck (www.rad-statt-rollstuhl.de/www.nathalie-todenhoefer-stiftung.de). Am 23. August 2017 ermöglichten wir Thais Sant’Ana den Start im noch aktiven Zeitfenster von Samir Barel mit einem vorgezogenen Schwimmen. Die Empfehlung dazu war perfekt und sie konnte bei besten Bedingungen die bisherige Bestmarke der Damen um 9 Minuten unterbieten. Nach 9:10 Stunden betrat sie das Ziel in Bregenz, nach 32,570 Kilometern.


Samir Barel beendet seine Längsquerung vorzeitig

Nach 8 Stunden und 20 Minuten schwamm Samir Barel um 1:15 Uhr ans Begleitboot und kletterte an Bord. Nachdem er am 21. August 2017, um 16:55 Uhr am Strandbad in Bodman bei perfekten Bedingungen gestartet ist, schwamm er über die gesamten knapp 32 Kilometer eine hervorragende Geschwindigkeit und lag im direkten Vergleich zum derzeit führenden Christof Wandratsch um über 40 Minuten vorne. Dennoch überkamen den werdenden Vater in der Nacht negative Gedanken zu seinem Vorhaben. Die Bedingungen waren bis zum Abbruch nahezu perfekt. Die Lufttemperaturen nahmen zwar stark ab, doch das Wasser blieb konstant bei ca. 21 °C. Anfängliche Schmerzen in Leiste und Schultern taten dann den Rest, weshalb er schlussendlich vorzeitig beendete.

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